Dokumentation künstlerischer Teil

In einem Artikel für die Zeitschrift Early Music beschrieb John Potter (Potter, J. (The tenor–castrato connection, 1760–1860. In: Early Music, 35, S. 97-111) zwei denkbare Wege, die Registerstrategie der Tenori di grazia der Bellini-Rossini-Donizetti Zeit wiederzuentdecken. Der eine biete sich für Tenöre, indem sie ihr Falsett erforschen, der andere für Countertenöre, die mit ihrem Modalregister experimentieren. Als professioneller Tenor und Countertenor konnte ich diesbezüglich meine langjährigen Erfahrungen im Umgang sowohl mit dem Modal- als auch mit dem Falsettregister in den künstlerischen Forschungsprozess einbringen.


Ziel dieser artistic research war es, durch die wissenschaftliche und künstlerische Rekonstruktion der voce faringea, historische ästhetische Strategien und Verfahren im Umgang mit den Stimmregistern Modal und Falsett wieder zu entdecken und sinnlich erfahrbar zu machen. Die eigene Stimme sollte dabei stets gleichermaßen als Forschungsobjekt, Experimentierwerkzeug und Objektivierungsinstrument dienen. Die vier, zwischen 2011 und 2014 im Rahmen dieses Doktoratsprojekts durchgeführten künstlerischen Präsentationen dokumentieren die intensive künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Stimmregistern. Es handelt sich dabei um drei Opernproduktionen an der Kölner Oper (Karlheinz Stockhausen: Sonntag aus Licht), im Theater Brut/Künstlerhaus Wien (Yosi Wanunu/Michael Strohmann: Collapsonomics) und an der Oper Frankfurt (Aribert Reimann: Die Gespenstersonate) sowie um einen Lecture Recital zur voce faringea an der Kunstuniversität Graz.


Die Präsentationen sind in der Dokumentation der künstlerischen Präsentationen durch Ausschnitte aus den jeweiligen Programmheften sowie durch Fotos und Rezensionen und auf dieser Webseite auch in audiovisueller Form dokumentiert.

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